„Jungs sind besser in Mathe“ – Geschlechterstereotype von Grundschullehrkräften und Erwartungseffekte für Mädchen und Jungen in Mathematik
Francesca Siems-Muntoni, Simone Dunekacke, Aiso Heinze, Jan Retelsdorf
Source record
Source: Crossref
Published: Aug 19, 2025
DOI: 10.1007/s11618-025-01330-2
Open original source ↗Source abstract
Zusammenfassung Lehrkrafterwartungen können die Leistungsentwicklung von Schüler:innen bedeutsam mitbestimmen. Zudem gibt es Hinweise, dass Stereotype differenzielle Zusammenhänge für Jungen und Mädchen erklären können. Wir untersuchten an 796 Zweitklässler:innen und ihren 50 Lehrkräften Zusammenhänge zwischen dem Geschlecht der Kinder, mathematikbezogenen Lehrkrafterwartungen, Geschlechterstereotypen der Lehrkräfte und der Mathematikleistung der Kinder. Im Fokus stand, ob Geschlechterstereotype der Lehrkräfte mit ihren geschlechtsspezifischen Erwartungseffekten in Zusammenhang stehen. Mehrebenenanalysen ergaben erstens, dass Lehrkrafterwartungen unter Kontrolle der vorherigen mit der späteren Mathematikleistung der Kinder zusammenhingen. Zweitens zeigte sich ein indirekter Effekt des Geschlechts auf die Mathematikleistung über die Lehrkrafterwartungen. Drittens wurde eine Cross-Level-Interaktion gefunden: Stärkere Geschlechterstereotype standen in Zusammenhang mit höheren Erwartungen an die Mathematikleistung von Jungen. Die Studie trägt zum Verständnis geschlechtsspezifischer Lehrkrafterwartungen bei, indem sie explizit die Rolle der Geschlechterstereotype von Lehrkräften untersucht.
Evidence graph
No public relationships recorded yet.
Integrity note: This page is a factual metadata record created by deterministic ingestion. It is not a claim that the work moves a mathematical frontier or has been independently verified.